Eingezogen!

Der letzte Bericht zum Thema Hausbau war noch vor Weihnachten. Das ist lang her, viel wurde seitdem gemacht, unter anderem der Einzug am 28. Januar. Bis dahin arbeiteten wir mit Volldampf und danach mit reduzierter Geschwindigkeit am neuen Eigenheim. Ist man erst mal eingezogen gibt es so viele Sachen, die man erledigen kann, aber eben nicht mehr muss. Da wird man einfach langsamer und genießt auch mal sein neues Zuhause. Doch gehen wir mal der Reihe nach vor:

An und nach Weihnachten

Der Plan war am 27.12. den Schornstein mit Verblendsteinen zu verkleiden. Allerdings musste dieser vorher noch mit Tiefgrund grundiert werden, damit der Kleber die Steine auch zuverlässig hält. Da alle 3 Weihnachtstage für Familientreffen ziemlich belegt waren, warfen wir uns noch am Heiligen Morgen in unsere dreckigen Arbeitsklamotten und grundierten den Schornstein.
Am 27.12. gingen wir gleich morgens früh los um die Fliesen für unseren Keller im Baumarkt zu kaufen. Leider war in Schorndorf nicht genug auf Lager, aber ein Blick in den Computer verhieß, dass in Fellbach mehr als benötigt lagert. Um möglichst alle Fliesen in einer Charge zu haben, fuhren wir nach Fellbach. Dort war jedoch ebenfalls nicht genügend vorhanden, sodass wir auf dem Rückweg nochmal in Schorndorf anhielten um die Fehlmenge zu ergänzen. Auf farbliche Unterschiede nahmen wir keine Rücksicht mehr, da es sich ohnehin nur um den Keller handelt, der sich auch noch in drei Bereiche teilt. Im Hinblick auf das Ergebnis war das auch die richtige Entscheidung.

Nach dem Ausladen der Fliesen samt Zubehör wie Kleber, Fugenmasse, Silikon und Acryl starteten wir das Projekt „Kaminverkleidung“. Natursteinverblender und Kleber hatten wir schon vor Weihnachten besorgt. Schnell waren die Wände abgeklebt, der Boden abgedeckt und der Kleber angerührt. Die kleinen einzelnen Riemchen sind bereits zu Platten mit 40 x 10 cm verklebt, sodass es nicht der riesige Aufwand ist den Schornstein zu verkleiden. Jedoch war aufgrund der schmalen Fläche der Schornsteinseiten fast jede Platte mit der Flex zu schneiden. Dieser Umstand und unsere akribische Weise den Kleber auf Wand und Stein aufzutragen hat dazu geführt, dass wir zwei Tage benötigten, bis wir fertig waren. Damit haben wir doppelt so lange beraucht wie gedacht, aber haben auch sehr genau gearbeitet. Schlussendlich waren wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis und sind mit unserer Wahl der Verblender sehr glücklich. Zwar gab es bei dieser Sorte keine Eckstücke (da Natursteine), aber das Ergebnis kann sich dennoch auch an den Ecken sehen lassen.

Kellerfliesen legen

Die erste Woche in 2017 habe ich noch Urlaub genommen um im Keller Fliesen zu legen. Dafür musste wiederum der Estrich mit Tiefgrund vorbehandelt werden. Das erledigten wir noch am 31.12. und stellten gleich noch die Decke im Technikraum fertig, die noch weiß gestrichen werden musste. Am 2. Januar ging ich mit meinem Vater sogleich ans Werk im Keller. Für das bessere Erscheinungsbild entschieden wir uns die Fliesen in Holzoptik an der Wand gegenüber des Treppenabgangs durch alle drei Kellerräume durchlaufen zu lassen. Da die Türen der Räume jedoch nahe dieser Wand sind, hatte die Entscheidung die Folge, dass wir nicht lange zum Ausgang des Raums arbeiten konnten, sondern in den Raum hinein. Das machte das Legen in den hinteren Bereichen, Ecken und unter der Treppe sehr mühsam. Der Mehraufwand hat sich jedoch gelohnt, da wir nun im hauptsächlich sichtbaren Bereich ein sehr gutes Ergebnis haben. Hätte man aus der anderen Richtung gearbeitet und wäre aus den drei Bereichen von hinten nach vorne mit den Fliesen nicht exakt zusammen gekommen, wäre das immer im Sichtbereich gewesen. Kleinere Ungenauigkeiten hat es nun auch, aber die sind praktisch unsichtbar, da im hinteren Bereich. Dafür dass ich noch nie zuvor Fliesen gelegt habe, ist das Ergebnis überraschend gut geworden. Von Montag bis Donnerstag Nachmittag haben wir (meistens zu zweit) die Fliesen gelegt und am Freitag und Samstag verfugt. Die Sockel folgten erst später. Diese mussten erst noch aus den Fliesen gesägt werden. Dafür konnten wir zum Teil unsere Reste verwenden und mit 2 nachgekauften Paketen à 13 Euro noch ergänzen. Wie immer musste vor dem Ankleben noch grundiert werden.

Am Sonntag 15.1. klebten wir die Sockel an, verfugten sie im Lauf der Woche und zogen unten die Silikonfuge sowie oben eine weiße Acrylfuge. Auch das machten wir zum ersten Mal und nicht ganz schlecht. Das anerkennende Lob des schwäbischen Bauleiters klingt dann so: „Das habe ich schon sehr viel schlechter gesehen“.

Schlafzimmerwand streichen

Alle Wände in unserem Haus sind weiß. Im Schlafzimmer wollten wir jedoch den Kniestock in einem Dunkelblau streichen, das auch zum bereits gekauften Vorhang passt. Im Baumarkt kauften wir einen kleinen Eimer Farbe, der ganz gut passen könnte. Jedoch kamen wir an diesem Tag nochmal in einen anderen Baumarkt und sahen dort die Farbmischstation, bei der individuell Farbe angerührt wird. Dort trafen wir auf ein ausgestelltes Blau das uns noch viel besser gefiel und wir uns mischen ließen. Nach dem Abkleben der Wand dann die Ernüchterung beim Öffnen der Farbdose: da ist die falsche Farbe drin. Das Blau im Topf war ganz anders; deutlich heller. Auf der Dose kein Etikett über den Inhalt. Da lief wohl etwas schief. Also ließen wir uns die Farbe nochmal mischen, aber erhielten beim Öffnen im Haus die gleiche Überraschung. Wir vermuteten dann, dass die Beleuchtung im Baumarkt und der Eindruck der Farbe in der Dose uns einen Streich gespielt haben. Wir entschieden uns dann die Farbe zu verwenden. Das Blau ist nun heller als ursprünglich gewünscht, aber es sieht auch in diesem Ton sehr schön aus in unserem Schlafzimmer.

Küche bekommen

Unsere Küche

Am 10. Januar wurde unsere Küche eingebaut, welche wir uns abends natürlich anschauen gingen. Wir freuten uns sehr auf unsere große Küche mit Kochinsel, viel Platz und endlich auch einer Spülmaschine. Die fehlte uns in den vergangenen 8 Jahren. Leider wurde hier vor allem meine Begeisterung etwas gedämpft, da die Steckdose auf der Kochinsel nicht flächenbündig eingelassen wurde und nun einen halben Zentimeter hochsteht. Kochfeld und Spülbecken sind flächenbündig in die Arbeitsplatte eingelassen, aber die Steckdose nicht. Das hatten wir ganz sicher mit dem Küchenstudio besprochen, aber leider hat es nicht den Weg in die Dokumentation gefunden und wurde daher auch nicht so gefertigt. Sehr ärgerlich, dass da in der Produktion niemand auf die Idee kommt, dass es doch doof ist die großen Teile flächenbündig einzulassen und die Steckdose nicht. Inzwischen habe ich mich aber daran gewöhnt. Das nachträglich zu ändern wird nicht möglich sein, ohne eine Arbeitsplatte in Übergröße nochmal neu zu machen.

Schwedenofen aufgestellt und Restarbeiten erledigt

Schwedenofen steht

In der gleichen Woche wurde freitags unser Ofen aufgestellt. Dieser steht zum Brandschutz auf einer Glasplatte vor unserem verkleideten Schornstein. Der Schwedenofen steht in der Mitte unseres großen Raums mit Küche, Esszimmer und Wohnzimmer. Dank des verbauten Drehtellers lässt sich der Ofen in eine gewünschte Richtung drehen, sodass man immer einen guten Blick auf das Feuer haben kann, egal wo man sitzt.

In den folgenden Tagen und Wochen wurden auch die meisten Restarbeiten erledigt, wie z.B. Einbau der Türen, Streichen der Treppenkonstruktion, Einbau der Treppenstufen, Sockelleisten anbringen,…

Putzaktion vor Hausübergabe

Am Samstag vor der anstehenden Hausübergabe starteten wir mit fleißigen Helfern eine konzentrierte Putzaktion im Haus um den Bauschmutz endgültig loszuwerden. Aufgrund der Minusgrade konnten die Scheiben nur innen geputzt werden. Wir können daher nur hoffen, dass wir nicht später noch Kratzer und Schäden entdecken. Innen haben wir im Büro eine Scheibe mit Kratzern, die noch ersetzt wird.
Ein großer Dank geht an unsere Helfer, die uns tatkräftig dabei unterstützten jedes Fenster, jeden Fenstersims, die Fußböden, Wandfliesen, Sanitärobjekte und Rohre im Technikraum einmal grundlegend sauber zu machen. Alleine hätten wir da ewig gebraucht.

Endspurt nach der Hausübergabe

Am 24.1. haben wir die Hausübergabe gemacht und am Samstag 28.1. war der Einzugstermin angesetzt. Ich habe mir ab dem Tag der Übergabe Urlaub genommen um noch diverse Sachen für den Einzug vorzubereiten und zu erledigen. Dazu gehörte vor allem das Aufbauen von Möbeln, wie z.B. die gesamte Büroeinrichtung mit Schreibtisch, Schrank und Regalen. Außerdem mussten im großen Wohnbereich noch die Sockelleisten befestigt, eine Vitrine aufgestellt und die Regale der Speisekammer eingebaut werden. Die neuen Stühle für unseren Esstisch habe ich im Möbelhaus abgeholt, wofür ich dort auch bequem einen Transporter ausleihen konnte. Das kann ich wirklich nur empfehlen. Das Fahrzeug wird vorab schon beladen, steht 3 Stunden zur Verfügung und unter der Woche kostet das nur ca. 15 €.

Ein größeres Unterfangen war auch das Bohren von 6 Löchern in den Fliesenspiegel im Bad um den Spiegelschrank aufhängen zu können. Mit den gewöhnlichen im Zugriff befindlichen Bohrern hatte ich kaum eine Chance Löcher in die sehr harten Bodenfliesen an der Wand zu bohren. Ein sehr langwieriges und anstrengendes Unterfangen, das wenig zielführend war. Abhilfe schaffte das Spezialgerät eines bekannten Flaschners. Von ihm konnte ich eine Bohrmaschine mit Wasseranschluss und Diamantbohrern ausleihen. Mit diesen wassergekühlten Bohrern war es dann ein Leichtes. Dank Zentrierhilfe, Wasserablaufschlauch und dem Einsatz direkt über dem Waschbecken konnte ich die Löcher alleine bohren ohne eine riesige Sauerei zu veranstalten.

Wichtig für den Einzug war auch das Fertigstellen unseres Wohnwandmöbels, das wir in Teilen selbst gemacht haben. Der untere Teil besteht aus gekauften Möbeln, die wir in der Länge so gekürzt haben, dass am Schluss die ganze Fläche zwischen Schornstein und Wand genau eingepasst ist. Oben drauf kam unsere selbst gemachte Massivholzplatte aus Esche aus dem eigenen Wald. Unter das Konstrukt bauten wir noch einen Sockel, damit es schöner aussieht und noch ein wenig höher steht. Als Blende vor den Sockel verwendeten wir die weißen Sockelleisten, die im Raum den Wandabschluss bilden und vom Farbton bestens zum weißen Möbel passen. Somit ergibt sich eine Einbauwohnwand mit perfektem Wandabschluss, Sitzgelegenheit nah am Ofen, Holzlager, versteckten elektronischen Geräten, möglichst keinen sichtbaren Kabeln (wird noch verbessert) und dazu noch mit Selfmade-Gefühl. 🙂

Während ich mich mit diversen Aufbauarbeiten, Bauabnahme durch das Landratsamt und Montage Wasseruhr im Haus beschäftigte, wurde in der alten Wohnung fleißig das gesamte Inventar in Kartons verpackt. Zum Schluss als die Zeit knapp wurde, war es vorbei mit dem Aussortieren mancher Dinge. Im Zweifel einfach alles irgendwie einpacken damit man fertig wird, war die Devise. Da wir unseren Umzugshelfern nicht auch noch größere Einpackaufgaben stellen wollten und im Haus möglichst viel gleich an den richtigen Platz kommen sollte, machten wir uns selbst ziemlichen Druck mit dem Einpacken und Aufbauen, was die paar Tage nach der Übergabe sehr anstrengend machte. Auch hier waren die helfenden Hände Gold wert. Besonders meine Eltern haben mir für das Haus sehr viel geholfen und übernommen.

Einzug

Am 28.1.2017 sind wir dann planmäßig eingezogen. Details zum Umzug, die Tage und Wochen danach, sowie ein Bericht zum ersten „Wassereinbruch“ im Keller gibt es in einem weiteren Artikel.

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