Herbstmeister! Das gab’s noch nie

Tabelle Vorrunde 2016/2017

Eigentlich bezeichnen wir uns selbst ja am liebsten als die Unabsteigbaren. In den letzten Jahren spielten wir fast ausschließlich gegen den Abstieg. Das ein ums andere Mal sah es zur Winterpause auch wirklich düster aus. Doch immer hat es irgendwie dann doch noch gereicht. Jetzt mit dem zurückgekehrten Clemens Wohlfarth als neue Nummer 1 sind wir so stark wie noch nie, solange ich in dieser Mannschaft spiele. Da das inzwischen auch fast 15 Jahre sind, hat die Aussage schon was zu bedeuten.

Platz 1 nach der Vorrunde

Unglaublicherweise stehen mit uns und Plüderhausen 5 nun zwei Mannschaften ganz oben, die in der letzten Saison beide knapp dem Abstieg entgangen sind. Zurecht haben sich die Teams also in letzter und vorletzter Minute gerettet und haben nun noch mal stark zugelegt. Knapp dahinter folgt der letztjährige Zweitplatzierte Schorndorf 3, der in der Rückrunde – dank Verstärkung in höheren Mannschaften – auch bei uns zu fürchten sein wird.
Diese zwei harten Verfolger konnten wir zwar jeweils 9:7 schlagen, aber haben dafür bei den für uns immer sehr schwierigen Teams aus Weiler und Welzheim Punkte lassen müssen. Gegen Weiler hätten wir nach einem 3:7 Rückstand fast verlieren müssen, aber konnten noch einen Punkt ergattern. Gegen Welzheim setzte es dann eine herbe Niederlage, da wir in den fünften Sätzen an dem Tag nicht abliefern konnten: 6 verloren und nur 2 gewonnen. Glücklicherweise haben auch Plüderhausen und Schorndorf ein paar Federn lassen müssen und Punkte an andere Teams abgegeben.

Knapper Vorsprung

Nun haben wir einen beziehungsweise zwei Punkte Vorsprung auf die beiden einzigen Verfolger. Das Spielverhältnis ist bei den anderen leider etwas besser, als bei uns. Daher wird es in der Rückrunde wichtig sein, dieses Manko etwas auszugleichen oder punktemäßig vorn zu bleiben. Das bedeutet, aber dass man nicht verlieren darf gegen die Konkurrenz. Gerade gegen Schorndorf scheint dies aber besonders schwer zu werden. Allerdings mussten wir bis auf zwei Spiele am Schluss auf unseren verletzten Mannschaftsführer Roland Wahl verzichten. Wenn er sich wieder einfindet und seine Form noch etwas verbessert, werden wir in der Rückrunde auch noch etwas stärker sein. Das Ziel ist es natürlich auf dem ersten Platz zu bleiben oder zumindest in die Relegation zu kommen. Da wir es gerne spannend haben muss das Ziel natürlich jetzt so lauten. Mit der Spannung des Abstiegskampfs haben wir in dieser Saison nichts am Hut und probieren uns mal im Kampf am anderen Tabellenende.

Noch Steigerungspotenzial in der Rückrunde?

Ist die Vorrunde bestmöglich verlaufen? Haben wir über unseren Verhältnissen gespielt?
Ich glaube wir können noch besser. Zwar steht der ungeschlagene Clemens natürlich ganz oben in der Bestenliste und ich direkt dahinter, aber die anderen im Team können sich noch steigern. Praktisch alle anderen haben ausgeglichene Bilanzen. Erfahrungsgemäß spielt Dieter eine bessere Rückrunde als Vorrunde und Michi hat in der letzten Saison im vorderen Paarkreuz 12:5 gespielt. Zu dieser Stärke kann er hoffentlich bald zurückfinden und im mittleren Paarkreuz die Gegner weghauen. Roland habe ich weiter oben schon angesprochen und die anderen steigern sich auch noch ein wenig.

Dass ich meine sehr gute Bilanz halten kann, glaube ich nicht. Durch den Hausbau bleibt doch öfter mal das Training auf der Strecke. Erstaunlich, dass ich überhaupt so gut dastehe. Das liegt aber offensichtlich an einem glücklichen Händchen in der Schlussphase. Alle meine 6 Spiele im Entscheidungssatz habe ich geholt. Aber meine Teamkollegen werden das schon ausgleichen, wenn es bei mir nicht mehr so gut laufen sollte.
Im Doppel bin ich mit Dieter vom letztjährigen Spitzendoppel tief abgestürzt. In der Vorrunde haben wir kaum etwas gewonnen. Die zwei Siege am Schluss machen aber Mut, dass die Rückrunde wieder besser für uns laufen wird.

Totale Verrücktheit

Wie immer sind wir besonders nach einem Sieg nicht zu bremsen was die blöden Sprüche angeht. Noch angeheizt von Clemens, der ganz genauso drauf ist und von Anfang an den Aufstieg als Ziel ausgegeben hat, redeten wir uns vom ersten Sieg gegen Winterbach an ein, dass wir unbesiegbar sind. Das nahm schon die tollsten Ausmaße an. So wollte man für den Fall von zwei Siegen an einem anstehenden Wochenende gleich Aufstiegs-Shirts machen. Das war schon nach drei Spieltagen wohlgemerkt! 😀
Glücklicherweise kam es nicht dazu, da eins der Spiele noch nach hinten verlegt wurde und wir kurz darauf gegen Weiler den ersten Dämpfer erhielten. Natürlich nehmen wir uns selbst nicht ganz ernst mit unserem Gerede und nehmen es auch sportlich, wenn es nicht klappt. Aber es macht uns einfach so viel Spaß unglaublich überheblich daherzureden und so zu tun, als wäre man unbesiegbar, schon Meister, Doublesieger, beliebigenSuperlativeinsetzen,… Dann machen wir auch gerne mal blödsinnige Sachen.
Ich hoffe nur, unsere Gegner wissen auch, dass wir uns selber nicht für voll nehmen, wenn wir so daherreden. Aber die meisten werden es wissen, da es in den Zeiten des Abstiegkampfes bei Siegen auch schon immer so war.

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